Die Weinprobe zu Hause

DO´s und DONT´s für deine Weinverkostung.

Das brauchst du für die Weinprobe:

  • eine kleine Weinauswahl
  • eine kleine Auswahl Freunde
  • Weingläser oder zumindest mehr als ein Trinkglas pro Person
  • Snacks wie Brot, Käse oder Gebäck
  • Notizzettel und Stift
  • Spontatität und Mut zum Probieren


Welchen Wein sollte man für den Sonntagabend kaufen? Welcher Wein schmeckt mir? Und wie finde ich das heraus?
Ganz klar! Eine Weinprobe zu Hause muss da her!

Wir erklären wie die typische Weinprobe abläuft, welche Snacks du dazu am besten servierst und wie du die passenden Weine dazu auswählst.

Weine zur Weinprobe zu Hause

weinprobe zu hauseIm Vordergrund sollte bei der Weinprobe stehen, dass möglichst viele Weine verschiedener Rebsorten, Farben und vielleicht sogar Preisstufen, probiert werden. Also tobe dich bei der Auswahl ruhig aus und wähle möglichst verschiedene Weine für die Verkostung.

Wenn es natürlich schon Präferenzen gibt, welche Weine in der Gruppe und bei dir zu Hause nicht gut ankommen, dann nimm diese nicht in der Probe auf.

Wenn du jedoch immer noch unentschlossen über deinen Weingeschmack bist und auf die Frage „Was ist dein Lieblingswein?“ nur ins stocken gerätst, dann kaufe doch mal kunterbunte Sorten, egal ob nach schönen Weinetiketten, Länderkennzeichnung oder Regionen.

Wir empfehlen eine umfassende Auswahl. Diese besteht aus einem trockenen Rotwein, wie zum Beispiel Carnet Sauvignon. Zudem einen halbtrockenen Weißwein wie Sauvignon Blanc und einen Riesling. Dazu noch einen Chardonnay und Spätburgunder. So hast du eine bunte Auswahl mit vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Insgesamt sollten es aber nicht mehr als 4- 5 Weine sein, denn zum einen bleiben entweder viele Reste von Weinen übrig oder der nächste Morgen könnte voller Kopfschmerzen beginnen.

Und nicht, dass die Lieblingsweine schon wieder im Alkoholdelieriunm in Vergessenheit geraten sind?! Oder?

Weinprobe – Die richtige Reihenfolge

Bei einer professionellen Weinprobe wird zunächst auf das Aussehen des Weins eingegangen. Entscheidend ist dabei die Weinfarbe, die Klarheit und die Reinheit des Weines. Hier kann selbstverständlich nur mit geübtem Auge tatsächlich ein Unterschied bei verschiedenen Qualitätsstufen festgestellt werden. Danach ist die Nase gefragt. Schwenke den Wein im Glas und rieche. An was erinnert dich der Geruch? Blumig, fruchtig oder doch eher erdig, chemisch?

Anschließend geht es an den Geschmack auf der Zunge. Da es für den Weinanfänger erstmal sehr schwierig ist die Geschmacksnuancen zu unterscheiden, genügt auch eine grobe Abgrenzung unterschiedlicher Geschmacksempfindungen. Wenn du bei deiner Weinprobe zu Hause erstmal überhaupt herausfinden möchtest, welcher Wein dir schmeckt, rückt selbstverständlich auch die genaue Erkennung der Geschmacksstoffe erstmal in den Hintergrund. Lasse dir also Zeit, erst mit viel Übung wird die Geschmacksprüfung einfacher!

Der letzte Schritt ist dann die Prüfung des sogenannte Abgangs. Hierbei wird berücksichtigt, welcher Eindruck vom Wein bleibt, wenn dieser sich nicht mehr im Mund befindet. Das heißt welche Aromen und Stoffe im Mund bleiben. Am Abgang des Weines wird häufig die Qualität des Weines festgestellt und macht diesen letzten Schritt damit zum Wichtigesten in der professionellen Weinverkostung.

Ein Tipp: Lege am besten Notizzettel und Stifte bereit, um die Eindrücke der Weine schon während der einzelnen Schritte zu notieren. Dann fällt die Erinnerung im Nachhinein leichter und somit auch der Vergleich zu anderen verkosteten Weinen.

Das Aromarad zur Weinprobe

Das Aromarad wird in vielen Bereichen der Lebensmittelindustire eingesetzt, um Aromen besser zu identifizieren. Sie gehen nach standatisiertem System vor und es gibt Aromaräder auch für Schokolade, Kaffee oder Tee. Das Weinaromarad gibt es für Rotwein und Weißwein, es unterteilt sich dann in unterschiedliche Ringe und grenzt so verschiedene Aromen voneinader ab und erleichtert die Einordnung.

Das Aromarad lässt sich beispielsweise beim Deutschen Weininstitut für wenig Geld erwerben und gibt der Weinprobe sicher eine besondere Hilfestellung. Denn viele Aromen lassen sich manchmal erst durch die vielen vorgeschlagenen Nennungen herausschmecken.

Die passenden Snacks zur Weinprobeweinprobe snacks

Das Must-Have zur Weinprobe ist sicherlich ein einfaches Weißbrot, dies passt gut zu jedem Wein und hilft bei der Neutralisierung des Geschmacks, wenn der nächste Wein verkostet wird. Zudem wird der Geschmack auch nicht verfälscht. Dagegen können andere Brotsorten, wie Sauerteig- oder Nussbrot die Geschmacker verschiedener Weine jedoch noch hervorheben. Probiere also ruhig viele verschiedene Sorten und Weine zusammen. Mal sehen ob du einen Unterschied erschmecken kannst.

Auch solltest du stilles Wasser für jeden bereitstellen, um den Geschmack immer wieder neu zu erleben und auch um zwischen den verschiedenen Weinen zu switchen.

Außerdem ist unterschiedliches Fingerfood sehr zu empfehlen, dabei kannst du dir viel aus der mediterannen Küche abschauen. Zum Beispiel Schafskäsewürfel, Oliven, Schinken- und Käsehäppchen sind ein guter Begleiter. Gerade die Tapas der spanischen Küche passen hier perfekt und laden zu einem gleichzeitig kulinarischen Abend ein. Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Auch Mini-Pizza, französische Crepés oder Bruscetta werden deine Weinprobe zu einem Highlight machen.

Kleiner Tipp: Ich mache gerne selbst Dips und Pasten für die Brotauswahl. Zum Beispiel Guacamole, Paprika-Frischkäse oder selbstegemachte Knoblauch-Butter. Das geht schnell und ist gerade im Sommer zum Wein auf dem Balkon einfach lecker!

Wir wünschen dir nun viel Spaß beim Verkosten, Austesten und Herumprobieren! Und merke dir es ist noch kein Somelier vom Himmel gefallen, deshalb dürfen die ersten Weinproben auch ruhig ohne schwenken und riechen auskommen.

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