Weinstein - Das Qualitätsmerkmal eines guten Weines

Kurzinfo:

  • bezeichnet man Kristalle im Wein
  • Weinstein entsteht durch die Lagerung
  • Weinstein ist vielmehr das natürliche Produkt von Mineralien und Fruchtsäure im Wein und demnach ein Qualitätsmerkmal
  • Weinstein ist keinesfalls gesundheitsschädlich

Was ist Weinstein?

  • Weinstein sind Salze der Weinsäure
  • Weinstein wird erst unter bestimmten Bedingungen wie z.B. Kälte oder der Reifung sichtbar
  • Weinstein entsteht durch sehr starke Temperaturunterschiede während des Reifeprozesses und der Lagerung
  • Weinstein ist nicht schädlich für den Wein, eher ein Qualitätsmerkmal
  • Weinstein kann sowohl bei Weißweinen wie auch bei Rotweinen auftreten, egal ob es sich dabei um junge Weine oder alte Weine handelt

 

Wie kommt Weinstein überhaupt in die Flasche?

weinrebe weinsteinErst einmal muss man sagen, dass Weinstein aus Weinsäure und Mineralien der Trauben besteht.

Beachte also:

  • Je länger die Trauben am Rebstock reifen, desto mehr Mineralien können sie aufnehmen
  • Je reifer die Trauben sind, desto größer ist der Anteil an Weinsäure

Treffen die Mineralien und Weinsäure aufeinander, so kann sich nach und nach Weinstein bilden. Dies hat also mit dem Vorgang der Gärung zu tun, denn die Temperatur sowie die Weinlagerung spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Kristalle werden nämlich erst bei geringen Temperaturen „freigesetzt“. Wenn also die Gärung bei geringen Temperaturen langsam und lange durchgeführt wird, führt dies dazu, dass zwar wenig Kristalle im Fass sind aber umso mehr später in der Flasche. Dies soll aber nicht heißen, dass dieser Wein etwas schlechtes und ungenießbar ist. Es ist eher etwas Positives, ein Qualitätsmerkmal und ein Zeichen für die gute Arbeit des Winzers.

Bei Rotweinen sind die Kristalle, also der Weinstein, sogar rötlich gefärbt.

 

Was sagt Weinstein über den Wein aus?

Die Bildung von Weinstein ist keine Frage des Alters. Was sich jedoch mit dem Alter verändern kann, ist die Größe der Weinsteinkristalle. Dieser schadet aber auf keinen Fall dem Wein und lässt auch keine Rückschlüsse auf die Qualität eines Weines zurückführen, da es eher als Qualitätsmerkmal angesehen werden kann. Ganz im Gegenteil: Weinstein ist ein Zeichen für einen hohen Gehalt an Mineralien und daher eher ein Qualitätsmerkmal. Demnach ist er auch nicht schädlich für den Menschen und hat keine Auswirkungen auf den Genuss. Solltest du beim Weintrinken dennoch mal etwas vom Weinstein verschlucken, ist es völlig harmlos, da es ein natürliches Produkt aus Mineralien im Wein ist. Falls du doch mal Weinstein mittrinken solltest, kann er sogar verdauungsfördernd sein, deshalb ist es nicht schlimm, wenn du Weinstein mal mittrinken solltest.

 

Wie du Weinstein beim ausschenken vermeiden kannst

wein eingießen weinglasWieso du Weinstein überhaupt in der Flasche finden kannst ist, dass sich die Kristalle im Wein lösen und sich somit am Fass, am Boden deiner Weinflasche sowie am Korken absetzen. Im Grunde genommen kommt er also in jedem Wein vor und lässt sich nicht vermeiden. Worauf du aber Einfluss haben kannst ist, dass diese Kristalle nicht in dein Weinglas gelangen. Zwar ist Weinstein nicht schädlich und eher ein Qualitätsmerkmal, kann aber störend beim Trinken sein. Was du erst einmal wissen musst ist, dass man zwischen Weißwein und Rotwein unterscheidet. Bei beiden muss aber darauf geachtet werden, dass der Wein besonders langsam aus der Flasche in ein Glas gefüllt wird.

Was du also beim Ausschenken bei Rotwein beachten solltest ist, dass immer eine Lichtquelle in der Nähe ist. So kannst du umso besser erkennen, ob die Kristalle in der Flasche zurückbleiben.

Beim Weißwein ist es jedoch anders. Weißwein verliert sein Aroma an der Luft – deshalb solltest du darauf achten, dass der Wein nicht zu lange der Luft ausgesetzt ist. Dann solltest du den Wein ganz vorsichtig aus der Flasche gießen, damit der Weinstein in der Flasche bleibt und möglichst nicht in dein Glas. Danach solltest du Ihn sofort wieder verschließen.

Falls sich Bläschen in deinem Weinglas befinden, ist dies ebenfalls nicht schlimm, da dies Reste von natür­li­cher Kohlen­säure sind, die während der Gärung entstanden sind und beim Öffnen der Flasche freigesetzt werden. Bei Weißweinen ist dies nicht schlimm. Bei Rotweinen hingegen sollten sich keine Bläschen bilden.

 

Um mehr zum Thema zu erfahren, empfehlen wir dir mehr über die Haltbarkeit und Lagerung von Wein zu lesen.

 

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